Stakeholdermanagement (SHM)

Projekte werden nicht in luftleeren Räumen umgesetzt. Insbesondere im öffentlichen Bereich bewegen sie sich in weit gefächerten Spannungs- und Interessenfeldern. Daher ist das SHM in öffentlichen (Bau-)Projekten einer der wichtigsten Erfolgs- und/oder Misserfolgsfaktoren.

Während der Kontakt mit den internen Stakeholdern im Rahmen von Statusberichten und Planungsbesprechungen regelmäßig gepflegt wird, verliert man leicht den Kontakt zu den externen Stakeholdern.

Ich biete Ihnen ein strukturiertes und professionelles SHM, um die Erfolgschancen Ihres Projektes zu optimieren. Die Basis hierfür bilden meine langjährigen Erfahrungen in öffentlichen Projekten sowie wirtschaftswissenschaftliche und kommunikationspsychologische Kenntnisse.

 

Was sind Stakeholder?

Als Stakeholder werden alle Personen(gruppen) bezeichnet, die irgendwie Einfluss auf das Projektergebnis nehmen können. Zu den internen Stakeholdern gehören der Auftraggeber, Lenkungsausschuss, Verwaltungsausschuss, Vorstand, Genehmigungs- und Finanzierungsbehörden sowie alle Planer ausführenden Unternehmen und Lieferanten. Bürgerinitiativen, Anlieger, Anwohner, benachbarte Kommunen und Interessenverbände (z.B. Umwelt, Landwirtschaft oder Tourismus) sind prominente Beispiele für externe Stakeholder. Die jeweiligen Anforderungen an das Projekt weichen in der Regel nach Art und Ausprägung teils stark voneinander ab und stehen sich möglicherweise sogar entgegen. Auch die Einstellung zum und Einflussmöglichkeiten auf das Projekt können sich sehr unterschiedlich darstellen.

 

Was ist Stakeholdermanagement?

Das Stakeholdermanagement (SHM) könnte stark verkürzt als die Pflege von internen und externen Netzwerken beschrieben werden. Es umfasst die strategische Ausrichtung des SHM sowie die planvolle Integration der legitimierten Stakeholderinteressen in das Projekt. Dazu müssen die legitimen Interessen erkannt und ggf. geklärt werden. Dabei können nicht immer alle Anliegen gleichermaßen im Projekt berücksichtigt werden, weil sie untereinander oder gegenüber dem Projektziel nicht vermittelbar sind. Dann gilt es (Kommunikations-) Strategien zu entwickeln, um auch mit solchen Situationen interessengruppengerecht umzugehen.

 

Der SHM-Prozess

Dem SHM liegt folgender (vereinfachter) Prozess zugrunde:

  1. Identifikation der relevanten Interessengruppen (Stakeholder)
  2. Analyse dieser Stakeholder (Betroffenheit, Interesse, Legitimation, Einfluss, Einstellung, …)
  3. Bewertung der Stakeholder (Stakeholdermatrix, Entwicklungspotentiale, …)
  4. Steuerung der Stakeholder (Maßnahmenplanung, -Umsetzung, -Kontrolle, -Anpassung)

Dieser Prozess wird im Laufe des Projektes wiederholt durchlaufen, um sicherzustellen, dass neue Stakeholder oder geänderte Einstellungen bekannter Stakeholder rechtzeitig erkannt werden.

 

Der Nutzen und das Potential von SHM

Das SHM birgt große Potentiale, um die Projektergebnisse erheblich zu verbessern:

  • Identifikation von „Spielern“,
  • Aufdeckung von Konfliktpotentialen,
  • Bewertung der Konfliktpotentiale und Überführung in das Risikomanagement des Projektes,
  • frühzeitige Entschärfung von Konflikten, dadurch
  • Reduktion des Risikos für Kosten- und Terminüberschreitungen,
  • Identifizierung von bisher nicht erkannten Chancen und Risiken für das Projekt,
  • Erweiterung des Lösungspotentials durch die Integration „externer Experten“ (Stakeholder),
  • verbessertes Projektmarketing,
  • erhöhte Projektakzeptanz,
  • u.v.m.

 

Gefahren eines unzureichend betriebenen SHM

Während der Nutzen des SHM nicht immer ausreichend gewürdigt wird, dürften die Auswirkungen eines unzureichend betriebenen SHM allen Projektträgern durchaus geläufig sein. Sie begründen sich psychologisch und können als "völlig normal" beschrieben werden.

Die mangelhafte Einbindung von Interessengruppen in das Projekt führt zu:

  • lückenhafter Kenntnis über die Beweggründe ein Projekt durchzuführen,
  • Misstrauen gegenüber den kommunizierten Projektzielen und einzelnen Entscheidungen,
  • Angst, seine Interessen nicht ausreichend gewürdigt zu sehen sowie
  • durch die Projektrealisierung benachteiligt zu werden,
  • Einnahme einer eher defensiven Haltung gegenüber dem Projekt und damit einhergehend
  • erhöhte Streit- und Klagebereitschaft.

 

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